Puffersysteme regulieren den Säure-Basen-Haushalt

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Welche Bedeutung haben die Puffersysteme im Körper?

 

Puffersystem Blut:

Unser Blut führt Stoffwechselendprodukte von den Zellen weg und Nährstoffe zu den Zellen. Immunabwehr, Wärmeregulation und Hormone sind weitere wichtige  Aufgaben des Blutkreislaufes. Jedoch können diese Aufgaben nur erfüllt werden, wenn der pH-Wert konstant zwischen 7,35 und 7,45 bleibt. Sinkt der Blutwert auf 7 ab, dann hat dies zur Folge, dass der Herzmuskel stehen bleibt. Steigt der Wert über 7,5 wird dies als Schockzustand bezeichnet. 

 

  

Puffersysteme im Blut:

       Bikarbonatpuffer

       Hämoglobinpuffer

       Proteinatpuffer

       Phosphatpuffer

 

 

Puffersystem Verdauungstrakt:

Die erste Alkalisierung beginnt im Mund.  Nahrung im Mund pH-Wert 7.2 und im Magen pH-Wert 1 bis 3. Der Nahrungsbrei gelangt in den Magen, Bakterien werden von der Magensäure unschädlich gemacht und die Nahrung wird durch Enzyme gespalten. Der Magen kann als einziges Organ ein Gleichgewicht zwischen Basen und Säuren herstellen. Natriumcarbonat, was stark basisch ist und Salzsäure. Für die Aufnahme der Nahrung sind zahlreiche biochemische Prozesse nötig. Nachdem die Salzsäure verbraucht ist, gelangt eine starke Basische Puffersubstanz NaHCO3 in den Blutkreislauf.

 

 

pH-Werte im Verdauungstrakt:

       Speichel: 7,0-7,1

       Magen: 1,2-3,0

       Leber: 7,1

       Gallenblase: 7,1

       Bauchspeicheldrüse: 8,0-8,4

       Dünndarm: 6,0-8,0

       Dickdarm: 5,5-6,5

       Urin: 4,8-7,6

 

 

Puffersystem Galle, Leber, Dünndarm und Bauchspeicheldrüse

In den basenanziehenden Drüsen liegen folgende pH-Werte vor:

Gallenflüssigkeit: pH-Wert 7,5

Bauchspeicheldrüse: pH-Wert 7,5 bis 8,2

Zwölffingerdarm: pH-Wert 8

 

 

Puffersystem Nieren

Das Zentralorgan im Säure-Basen-Haushalt sind die Nieren. Hier werden alle überschüssigen Säuren ausgeschieden. Der Abbau von tierischem Eiweiß ist für die Nieren immer eine große Herausforderung. Bei einem gesunden Menschen erkennen 

die Nieren sofort, welche Substanzen wieder ausgeschieden werden müssen. Jedoch ist die Ausscheidungskapazität quantitativ beschränkt. Die Puffersysteme regulieren unseren Säure-Basen-Haushalt. Aber eine ständige Überlastung mit überschüssigen Säuren überfordert das Puffersystem langfristig.

          

 

Puffersystem Lunge

Für die Ausscheidung flüchtiger Säuren (Essigsäure und Zitronensäure) ist die Lunge verantwortlich. Hier lösen sich die Substanzen in Luft auf. Darum ist auch das richtige Ein- und Ausatmen sehr wichtig.

 

 

Puffersystem Bindegewebe

Für die Regulation des Säure-Basen-Haushalt spielt das Bindegewebe eine entscheidende Rolle.  Sind die Puffersysteme der restlichen Organe überlastet, dann muss das Bindegewebe die überschüssigen Säuren auffangen. Dazu werden alle schädlichen, säurehaltigen Substanzen aus dem Blutkreislauf entfernt und in den unempfindlicheren Bereichen, wie Bindegewebe, gelagert.