Diabetiker und Gichtkranke sind von dieser Gemüsefrucht begeistert

Hülsenfrüchte oder Legumniosenfrüchte sind die Sammelbegriffe für die essbaren, reifen Samen von Schmetterlingsblütlern. Sie haben eine besonders hohe Nährstoffdichte, insbesondere auf Grund ihres Eiweißgehaltes. Ideal ergänzen sich Hülsenfrüchte mit Getreide wie Mais, Reis und Weizen hinsichtlich der Eiweißwertigkeit. Sie enthalten nur wenig Fett und bestehen zu etwa 50 % aus komplexen Kohlenydraten mit einem hohen Ballaststoffanteil. Bemerkenswert ist auch der hohe Vitamin- und Mineralstoffgehalt, sowie die vielen antioxidativen Bioflavonoide darin. Auf Grund ihrer teilweise stark blähenden Eigenschaften kommen sie nach und nach weniger in den Speiseplänen vor. Sie sind roh nicht nur alle ungesund, sondern auch giftig. Die enthaltenen Giftstoffe lösen innere Blutungen, Durchfall und Erbrechen aus, werden aber beim Erhitzen zur Gänze zerstört.

 

 

Bohnen

Bohnen wurden durch die Spanier aus Amerika bei uns eingeführt. Es gibt verschiedene Sorten, wobei die Gemüse- und Buschbohne bei uns am bekanntesten ist. Sie ist besonders Ballaststoff- und Chlorophyllreich, enthält viel Niacin, Folsäure, Vitamin C und Bioflavonoide.

Naturheilkundlich werden die getrockneten Bohnenschalen der grünen Buschbohne als Tee bei erhöhtem Zuckerspiegel sowie zum Ausschwemmen bei Ödemen und Wasser in den Beinen angesetzt. Die weiße Bohne hat 22 % Eiweißanteil, kaum Fett und ist reich an B-Vitaminen und Mineralien. Sie ist eine kalorienarme Alternative zum tierischen Eiweiß.

 

 

Sojabohnen

 

Diese von den Chinesen stammende alte Küchenpflanze zählt zur Gattung der Gemüsefrüchte. Man nennt sie „das Fleisch vom Feld“. Mit 37 % Eiweiß ist der Gehalt dieser Bohnen erstaunlich hoch. Das Eiweiß der Sojabohne ist dem des Fleisches gleichwertig, denn es enthält alle wichtigen Aminosäuren. Es sind keine Purinbasen enthalten, Soja ist also für Gichtkranke im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten erlaubt. Beachtlich ist auch der hohe Fettgehalt mit etwa 17 %, allerdings mit einem großen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und Lecithin und zudem absolut cholesterinfrei. Durch den hohen Lecithingehalt vermag Soja sogar den Cholesterinspiegel zu senken und den Gehirn-, Nerven- und Leberstoffwechsel anzuregen. Soja ist reich an Vitaminen (besonders Folsäure), Mineralstoffen und Spurenelementen. Der Kohlenhydratanteil beträgt nur 6 %, Stärke fehlt der Sojabohne überhaupt, wodurch die Sojabohne gerade für Diabetiker besonders geeignet ist.

 

 

 

Linsen

Sie gehören zu den ältesten, auch biblisch erwähnten Gemüsearten, denn sie wurden schon als Beilage in Steinzeitgräbern gefunden.

Beachtlich hoch ist der Eiweißgehalt mit 24 %, aber auch bei anderen Nähr- und Wirkstoffen wurden hohe Konzentrationen gemessen. Insbesondere sind dies Magnesium, Vitamin B, Lezithin, Phosphor und verschiedene Spurenelemente, die besonders vom Nervensystem gebraucht werden. Das Linseneiweiß ist besonders reich an Purinen, was den Verzehr von Linsen für Gichtkranke verbietet.

 

 

Erbsen

Sie sind schon sehr lange als Nahrungsmittel bekannt. Berühmt wurden sie durch den Mönch Mendel, der aufgrund von Erbsenversuchen die ersten genetischen Vererbungsgesetze erkannte und dadurch die Grundlage für die heutige Genforschung schuf. 

 

 

 

 

Erbsen enthalten 23 % Eiweiß, 1,5 % Fett und über 60 % komplexe Kohlenhydrate mit vielen Ballaststoffen. Leicht verdaulich sind die jungen Erbsen, außerdem sind in ihnen seltene Spurenelemente in erheblichen Konzentrationen enthalten, wie überdurchschnittlich viel B-Vitamine, Calcium, Phosphat und Eisen. Erbsen haben somit eine besonders hohe Nährstoffdichte und sind zudem kalorienreicher als Bohnen. Kichererbsen enthalten fast 5 % Fett und besonders viel essenzielle Aminosäuren, sonst sind sie den anderen Hülsenfrüchten sehr ähnlich.